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Corona-Schutz

Freistaat Sachsen erreicht die Überlastungsstufe und erlässt Corona-Notfall-Verordnung: Museen für Publikumsverkehr geschlossen

Seit dem 19. November 2021 gilt im Freistaat Sachsen die Überlastungsstufe gemäß § 2 Absatz 5 Satz 1 Nummer 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 5. November 2021. Angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen in Sachsen beschloss das Kabinett der Sächsischen Staatsregierung noch am selben Tag verschärfende Maßnahmen insbesondere für Ungeimpfte, um die vierte Welle der Corona-Pandemie einzudämmen. Dazu gehören flächendeckende 2G-Regelungen, Schließungen von Einrichtungen sowie Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene in Hotspot-Regionen. Die diese Maßnahmen regelnde Sächsische Corona-Notfall-Verordnung  sowie die neue Sächsische Corona-Hygiene-Allgemeinverfügung traten mit Beginn des 22. November 2021 in Kraft und gelten bis einschließlich 12. Dezember 2021.

Für die Geltungsdauer der Corona-Notfall-Verordnung müssen Kultureinrichtungen im Freistaat Sachsen für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Ebenso ist die Durchführung sämtlicher (Groß-)Veranstaltungen, Messen, Feste und landestypischer Veranstaltungen – Weihnachtsmärkte eingeschlossen – unzulässig.

Der Zugang zu Einzelhandelsgeschäften – einschließlich räumlich getrennter Museumsshops – ist ausschließlich mit Impf- oder Genesenennachweis zulässig, wobei der Betreiber die Kapazität auf einen Kunden/eine Kundin pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche zu beschränken hat. Ähnlich dem Einzelhandel gilt für den Zutritt zu gastronomischen Einrichtungen – einschließlich räumlich getrennter Museumscafés – die 2G-Regel.

Bibliotheken und Fachbibliotheken dürfen für den Publikumsverkehr öffnen, sie können bei Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises besucht werden (3G-Regel).

Bitte beachten Sie, dass, solange keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen, Arbeitgeber ihren Beschäftigten im Fall der Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten haben, diese Tätigkeiten zu Hause auszuführen. Die Beschäftigten wiederum haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine zwingenden Gründe entgegenstehen.

Gemäß des am 18. November 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossenen Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite gilt fortan in Arbeitsstätten, in denen physische Kontakte von Arbeitgebern und Beschäftigten untereinander oder zu Dritten nicht ausgeschlossen werden können, die 3G-Regelung. Demnach dürfen Arbeitgeber und Beschäftigte Arbeitsstätten nur dann betreten, wenn sie einen Impfnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Testnachweis mit sich führen, diesen zur Kontrolle verfügbar halten oder ihn beim Arbeitgeber hinterlegt haben. Abweichend hiervon ist Arbeitgebern und Beschäftigten ein Betreten der Arbeitsstätte erlaubt, um unmittelbar vor der Arbeitsaufnahme ein Testangebot des Arbeitgebers zur Erlangung eines Nachweises oder ein Impfangebot des Arbeitgebers wahrzunehmen.

Um Infektionsrisiken bei der Arbeit zu minimieren und die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch weiterhin zu schützen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 6. September 2021 eine Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung  publiziert. Diese wird durch das am 18. November 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossene Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite über den 24. November 2021 hinaus bis zum 19. März 2022 verlängert. Darüber hinaus sind weiterhin der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard vom 16. April 2020 und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom 20. August 2020 zu beachten.

Im Download-Kasten steht Ihnen die Texte der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung, der Sächsischen Corona-Hygiene-Allgemeinverfügung und weiterer Verordnungen und Gesetze zur Verfügung.

Ob und unter welchen Bedingungen die wissenschaftliche Forschung in und mit musealen Sammlungen im Einzelfall für betriebsfremde Nutzerinnen und Nutzer bzw. externe Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zur Aufrechterhaltung des fachlichen Museums- wie des Forschungsbetriebs gestattet ist, klären Sie bitte mit Ihrem jeweiligen Träger/Sitzgemeinde. Wir hoffen sehr, dass dies unter Beachtung der Hygiene-Regeln ermöglicht wird, da Fachbibliotheken öffnen dürfen.

Wir bitten Sie und die Träger Ihrer Einrichtungen sehr, die Zeit der Schließung für wichtige museumsfachliche Arbeiten wie Sammlungsdokumentation und -erforschung, Bestandspflege und -sicherung oder konzeptuelle Arbeiten zur Museumsentwicklung, Ausstellungs- und Programmplanung zu nutzen. Höchste Priorität für Museumsträger, -betreiber und -leitungen muss dabei natürlich die Verantwortung und Fürsorge für Gesundheit und Wohlergehen ihrer Beschäftigten, Dienstleister und Gäste besitzen.

Ausstellen und Vermitteln sind nicht die einzigen Aufgaben von Museen, auch wenn diese im zentralen Aufmerksamkeitsfokus stehen. Eben diese bedürfen auch inhaltlicher und konzeptueller Denkarbeit. Entwickeln Sie neue digitale Formate, um mehr über Ihre Aktivitäten zum Erhalt und zur Erschließung unseres kulturellen Erbes mitzuteilen und mit Menschen, wenn auch nicht vor Ort, zu kommunizieren. Gern unterstützen wir Sie dabei.

Bitte achten Sie in diesen Tagen auch auf die Sicherheit Ihrer Häuser und Sammlungen. Dafür hat das SiLK-Team einen kleinen Leitfaden erarbeitet. Regelmäßiges Lüften ist ggf. nicht mit den Geboten des Objekterhalts zu vereinbaren (Zugluft, Eindringen von Schädlingen, Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen).

Detaillierte Informationen zu allen Aspekten des Corona-Schutzes und zur Entwicklung des Infektionsgeschehens finden Sie auf dem Corona-Portal des Freistaates Sachsen. Bei weiteren Fragen steht Ihnen täglich von 8 bis 18 Uhr auch die zentrale Corona-Hotline des Freistaates Sachsen unter der Telefonnummer 0800 100 0214 zur Verfügung.

Für Fragen und Hinweise stehen wir Ihnen natürlich nach wie vor gern zur Verfügung unter landesstelle@skd.museum.

Bleiben Sie gesund und achten Sie auf das Wohlergehen Ihrer Mitmenschen, im beruflichen wie im privaten Umfeld,

Ihr Team der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen