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Corona-Schutz

Öffnung von Museen fortan inzidenzunabhängig möglich

Mit einer erneuten Änderung der Regeln zum Corona-Schutz hat die Sächsische Staatsregierung die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. August 2021 umgesetzt. Die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung und die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen zur Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 gelten bis einschließlich 22. September 2021.

Die neue Corona-Schutz-Verordnung stellt einen Paradigmenwechsel im Vergleich zu den bisherigen Corona-Schutz-Verordnungen der Sächsischen Staatsregierung dar: Die Öffnung sowie die Inanspruchnahme von Einrichtungen, Veranstaltungen und Angeboten sind unter Einhaltung eines schriftlichen Hygienekonzeptes fortan inzidenzunabhängig möglich. Ab einem gewissen Infektionsgeschehen gibt es jedoch Einschränkungen.

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz unter dem Schwellenwert von 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, so entfällt die Maskenpflicht im Außen- wie im Innenbereich. Überschreitet die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an 5 aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, greift ab dem übernächsten Tag die 3G-Regelung und Zugang zu Kultureinrichtungen haben nur nachweislich geimpfte, genesene oder getestete Personen. Darüber hinaus sind Beschäftigte und Selbstständige mit direktem Gäste- oder Kundenkontakt verpflichtet, 2x wöchentlich einen negativen Test nachzuweisen.

Anstelle der bisherigen Orientierung an den regionalen Inzidenzwerten spielen seit dem 26. August 2021 die bereits bekannten Indikatoren der mit Covid-19-Patienten belegten Krankenhausbetten auf der Normal- und der Intensivstation eine bedeutendere Rolle. Auch hier gilt die „5+2-Regel“, d. h. die Schwellenwerte der Auslastung müssen an 5 aufeinanderfolgenden Tagen erreicht sein, um ab dem übernächsten Tag die Maßnahmen in Kraft zu setzen. In der sog. Vorwarnstufe wie auch in der Überlastungsstufe gelten die entsprechenden Regelungen dann im gesamten Freistaat Sachsen. Bekanntgegeben wird die Geltung der Vorwarn- oder Überlastungsstufe von der obersten Landesgesundheitsbehörde.

Die Vorwarnstufe wird bei einer Belegung von 650 Betten auf den Normal- oder 180 Betten auf den Intensivstationen im Freistaat Sachsen erreicht. Zusätzlich zu den Maßnahmen, die bei einer regionalen 7-Tage-Inzidenz über 35 gelten, sind dann private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum nur bis maximal 10 Personen aus beliebig vielen Hausständen zulässig (Geimpfte, Genesene und Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt).

Übersteigt die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten im Freistaat Sachsen 1.300 Betten auf der Normal- oder 420 Betten auf der Intensivstation, ist die Überlastungsstufe erreicht und es greift die 2G-Regelung: Zugang zu Kultureinrichtungen haben dann nur noch nachweislich geimpfte oder genesene Personen, und private Zusammenkünfte sind auf Angehörige des eigenen Hausstandes und plus 1 weitere Person begrenzt (Geimpfte, Genesene und Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt).

Im Download-Kasten steht Ihnen unsere den aktuellen Regelungen angepasste Handlungsempfehlung für eine schrittweise Öffnung von Museen für den Publikumsverkehr zur Verfügung. Darin beantworten wir auch häufig gestellte Fragen zum Museumsbetrieb. Da wir das Dokument regelmäßig aktualisieren, klicken Sie sich gern öfter hinein!

Die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung und die Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen zur Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 stehen ebenfalls im Download-Kasten für Sie bereit – die für Museen relevanten Regelungen sind, wie gehabt, gelb markiert.

Detaillierte Informationen zu allen Aspekten des Corona-Schutzes, zu Test-, Impf- und Genesungsnachweisen und zur Entwicklung des Infektionsgeschehens finden Sie auf dem Corona-Portal des Freistaates Sachsen.

Um Infektionsrisiken bei der Arbeit zu minimieren und die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch weiterhin zu schützen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 25. Juni 2021 eine Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung  publiziert. Somit gelten die grundlegenden Arbeitsschutzregeln für die Dauer der epidemischen Lage nationaler Tragweite zunächst bis einschließlich 10. September 2021 fort. Darüber hinaus sind weiterhin der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard vom 16. April 2020 und die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom 20. August 2020 zu beachten. Die drei Texte sind ebenfalls im Download-Kasten abrufbar.

Bitte beachten Sie, dass Beschäftigte im Freistaat Sachsen am ersten Arbeitstag einen negativen Test nachweisen müssen, wenn Sie zuvor 5 Werktage hintereinander oder länger wegen Urlaubs oder ähnlicher Arbeitsbefreiungen nicht gearbeitet haben. Alternativ können Sie im Laufe des ersten Arbeitstages unter Aufsicht einen dokumentierten Test vornehmen. Wenn die Arbeit nach dem Urlaub im Homeoffice aufgenommen wird, ist der Test nachzuweisen oder vorzunehmen, sobald die Arbeit erstmals wieder außerhalb der Wohnung stattfindet. (Diese Regelung gilt nicht für vollständig Geimpfte und Genesene.)

Sollten Sie Ihr Haus noch nicht wieder für den Publikumsverkehr geöffnet haben, achten Sie bitte auch weiterhin auf die Sicherheit Ihrer Häuser und Sammlungen. Hierfür hat das SiLK-Team einen kleinen Leitfaden erarbeitet. Regelmäßiges Lüften ist ggf. nicht mit den Geboten des Objekterhalts zu vereinbaren (Zugluft, Eindringen von Schädlingen, Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen).

Für Fragen und Hinweise stehen wir Ihnen immer gern zur Verfügung unter landesstelle@skd.museum.

Bleiben Sie gesund und achten Sie auf das Wohlergehen Ihrer Mitmenschen, im beruflichen wie im privaten Umfeld,

Ihr Team der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen